Warum die Lösung oft schon vor der ersten Rechnung beginnt

Es gibt diesen Moment, den fast jeder von uns kennt.

Die Hausaufgaben liegen auf dem Tisch. Du schlägst das Buch auf.

Aufgabe 1 (5 Punkte).

Du liest sie einmal. Vielleicht noch ein zweites Mal. Und dann kommt nur noch ein Gedanke:

„Hä? Was soll ich überhaupt machen?“
„Na gut… dann mache ich eben erst Aufgabe 2.“

Aufgabe 2 (8 Punkte).

„Ach nee… das ist ja eine Folgeaufgabe.“

Also wieder zurück zu Aufgabe 1 (5 Punkte).

Genau hier kommt der Moment, in dem die wichtigste Minute der Aufgabe beginnt.

Die erste Minute entscheidet

Bevor du überhaupt mit dem Rechnen beginnst, stelle dir vier einfache Fragen:

  1. Was wird eigentlich gefragt?
  2. Welche Informationen habe ich bereits?
  3. Was ist mein erster sinnvoller Schritt?
  4. Welche Methode passt zu dieser Aufgabe?

Aber hey! Die Antworten auf diese vier Fragen müssen nicht lang sein. Kurze und präzise Stichworte reichen völlig aus. Je länger deine Antworten auf diese Fragen sind, desto komplizierter wird die Aufgabe oft.

Wer sofort nach einer Formel sucht oder direkt zu rechnen beginnt, überspringt oft genau den Schritt, der später den Unterschied macht.

Übrigens: Dass du dabei zwischendurch noch einmal in die Theorie zurückspringst, ist völlig in Ordnung. Warum das Hin und Her zwischen Theorie und Aufgabe kein Umweg ist, liest du hier.

Schön und gut. Aber was passiert während einer Prüfung? Zeitdruck ist ein wichtiges Thema – und genau darum geht es im nächsten Artikel: Zeitdruck: Ein alter Bekannter, der uns immer wieder überrascht.


Du möchtest diese Denkweise nicht nur lesen, sondern gemeinsam einüben? Hier findest du mehr zur privaten Nachhilfe in München und Umgebung.